Astrid Lindgren  – eine Schriftstellerin begleitet mein Leben
Allgemein, Bücher

Astrid Lindgren – eine Schriftstellerin begleitet mein Leben

Mit großer Freude folge ich dem Aufruf zur Blogparade von Ramona vom Blog Kielfeder.

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Am 14. November jährt sich der Geburtstag von Astrid Lindgren zum 108. Mal und morgen sollen ihre bisher unveröffentlichten Tagebücher von 1939-1945 im Ullstein Verlag erscheinen.

Ramona bat darum, zu zeigen, wie wichtig Astrid Lindgren für uns war und ist und das möchte ich liebend gern tun!

Meine ersten Berührungspunkte mit Büchern von Astrid Lindgren waren in meiner Kindheit die Bücher von Pippi Långstrump – Pippi Langstrumpf.

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Wie sehr habe ich mir gewünscht, so stark zu sein wie sie!

Alla vi barn i Bullerbyn – Wir Kinder von Bullerbü – prägten schon damals mein Empfinden von „So muss sich Glück anfühlen“ und auch heute versinke ich gern in dieser so herrlich geschilderten Welt.

Ronja rövardotter – Ronja Räubertochter -, Emil i Lönneberga – Michel – , Lillebror och Karlsson på taket – Karlsson vom Dach -, Vi på Saltkråkan – Ferien auf Saltkrokan – wurden von mir gelesen und auch als Film sehr gerne geschaut.

Mit meinen Kindern entdeckte ich Barnen på Bråkmakargatan – Die Kinder aus der Krachmacherstrasse – und Madicken – Madita.

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Es gibt nur wenige Bücher, die ich von Astrid Lindgren nicht gelesen habe und auch nur wenige Jahre, in denen ich nicht mit ihr in Berührung kam.

Als Erwachsene bekam ich von Freunden, die von meiner Leidenschaft für alles Nordische wussten, Astrid Lindgren „Steine auf dem Küchenbord“ geschenkt. Es ist eine Ansammlung der schönsten Buchzitate und „Gedanken, Erinnerungen und Einfälle“ und ich mag es darin zu blättern und bei Gelegenheit den ein oder anderen Satz zu zitieren.

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Wenig später entdeckte ich bei meiner Schwester ein Buch ÜBER Astrid Lindgren:

„Von Kletterbäumen, Sachensuchern und kitzligen Pferden“. Ich habe es mir ausgeliehen und es liegt immer noch bei mir – entschuldige Schwesterherz ;-* ! Es ist sehr schön zusammengefasst, wie sich das Leben von Astrid Lindgren entwickelt hat.

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In verschiedenen Interviews und Dokumentationen entwickelt sich dann aber ein ganz anderes – viel größeres Bild von der Frau Astrid Lindgren.

Sie hat immer ihre Familie als wichtigsten Bestandteil in ihrem Leben betrachtet und geliebt:

das fing bei ihren Geschwistern – besonders ihrem Bruder – an und zog sich über ihren ersten unehelich geborenen Sohn bis hin zu ihren Enkelkindern.

Sie sagte einmal in einem Interview, dass man ihr unterstelle, das sie alle Kinder liebt. Das stimme so nicht: sie liebt ihre Kinder und vielleicht noch ein paar andere, aber sie respektiere alle Kinder – war ihre Aussage!

Sie hat sich sehr für Kinder eingesetzt und ein Satz, den sie bei der Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sagte, ist einer der Sätze, die sich viele Menschen an ihren Kühlschrank pinnen sollten:

Ein Kind, das von seinen Eltern liebevoll behandelt wird und das seine Eltern liebt, gewinnt dadurch ein liebevolles Verhältnis zu seiner Umwelt und bewahrt diese Grundeinstellung sein Leben lang. (Astrid Lindgren, 1978)

Sie war einer der Menschen, der nicht viel Aufhebens um das machte, was sie tat, aber die wusste, wie sie ihren Einfluss wirkend machen konnte.

Alle ihre Kinderbücher – wie ich heute weiß und verstehe – verarbeiten ihre sowohl positiven als auch negativen Erlebnisse und wenn ich heute über das unrealistische Mädchen Pippi schmunzele, dann weiß ich aber, dass sie diese Geschichte zur einer Zeit schrieb, als in Europa Krieg herrschte und viele Kinder ihre Mutter verloren und nicht wussten, wo ihr Vater verschollen war. Selbstbewusstsein, Mut, den Wunsch, etwas zu bewegen und eine gesunde Portion Humor waren und sind damals und heute – unter anderem – enorm wichtig.

Ich persönlich bin Astrid Lindgren dankBAHR dafür, dass sie mich hat teilhaben lassen, an dem was sie bewegte und dass sie den Mut fand, für Dinge einzustehen, die ihr wichtig waren. Dass sie Fehler gemacht hat und diese auch offen eingestanden hat. Dass sie ein gutes Gefühl für Recht und Unrecht hatte. Dass sie meine Familie und mich in gemütlichen Stunden mit ihren Geschichten unterhält und dass auch ihre größte Herzensangelegenheit ihre Familie war.

Wie steht ihr zu den Büchern von Astrid Lindgren?

Was verbindet ihr damit?

Geht ihr morgen – wie ich – direkt zum Buchhändler eures Vertrauens und kauft “ Die Menschheit hat den Verstand verloren“ ?

Ich warte gespannt auf eure Kommentare und sende euch heute

Varmaste hälsningar!

Eure Dunja

… zu guter Letzt: Zwei meiner drei Kinder tragen Namen, die in Astrid Lindgrens Büchern vorkommen und werden mich so mein Leben lang an ihre Geschichten erinnern.

Das Bild von der schaukelnden Astrid Lindgren habe ich hier gefunden und durfte es mit freundlicher Genehmigung für den Blog nutzen! Thank you very much, Rhonda!
The image of the swinging Astrid Lindgren i found here and it was allowed to use on the blog! Thank you very much, Rhonda!

8 thoughts on “Astrid Lindgren – eine Schriftstellerin begleitet mein Leben

  1. Im August noch stellten sich die vier SchuBokinder um Astrid Lindgrens Statue auf dem Marktplatz von Vimmerby… und sie kennen viele Geschichten von ihr.
    Ich selber … na klar.. als Leseratte habe ich viele viele Klassiker als Kind gelesen. Was ich heute als Erwachsene, und wohl auch als Mutter, sehe, ist die Art und Weise, wie sie sensible Themen leicht und doch berührend verpackt.
    Die Idylle, die in Bullerbyn vermittelt wird… und die wir immer ein Stück weit bewahren und mitnehmen.

    Danke, dass Du darauf aufmerksam machst…. und der nächste gemeinsame Kaffee… mit dem Buch??!

    Tack för det,
    Mett-*

    1. Ja, ich kann mir vorstellen, dass es in Schweden noch mehr Idylle ist – was schon alleine in den Büchern und Filmen rüberkommt ….
      Irgendwann sind wir da auch mal 😉
      Auf den nächsten Kaffee freue ich mich ;-*
      Bis spätestens Samstag!

  2. Hey…. ich glaubs ja nicht… 😀
    Der Titel hätte mir nichts gesagt, aber das Cover umso mehr…
    Na dann: lesen lesen lesen 😉

    Und ja, Astrid Lindgrens Bücher und auch die Filme sind eine wunderschöne Pflichtlektüre. Gerade, wenn man selber Kinder hat. ♡

    1. Wie – du hast es noch nicht vermisst??? Oh Mensch, hätte ich doch mal die Klappe gehalten *fg*
      Aber ernsthaft: es ist echt schön! Und ihr bekommt es auch wieder – versprochen! Bis bald ;-*

  3. Das ist ein wunderbarer Beitrag über Astrid Lindgren und ich bin auch sehr gespannt auf ihre Tagebücher. Eine wirklich starke Frau vor allem wenn man überlegt, in welcher Zeit sie aufgewachsen ist.
    Liebe Grüße, Kirsten

  4. Liebe Dunja,
    da haben wir was gemeinsam, ich liebe ihre Büche, immer schon und so habe ich von ganz alten Pippi Bücher aus den Siebzigern bis neuen Michel aus Lönneberga, die ich mir erst gekauft habe, als meine Minis schon auf der Welt waren, erst um ihnen vorzulesen und ihre Liebe zu diesen phantasievollen Geschichten zu wecken, die durch und durch zeigen, was Kinheit ausmacht. Nur das Buch „Steine auf dem Küchenbord“ ist mir neu, das kenne ich noch nicht… aber bald kommt ja das Christkind und vielleicht schaffe ich es noch, es auf die Wunschliste zu setzten 😉
    LG, Kebo

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